Der Blaue Bock, mein Opa und der Suff
Besonders zur Weihnachtszeit denke ich oft an meinen Opa, der so ziemlich jede Gelegenheit wahr nahm uns, seine ihm mehr oder weniger aus den Lenden entstammende Familie, und natürlich vor allem sich selbst mit Geschenken aller Art zu erfreuen, wobei er selbst die flüssigen Geschenke genoss und wir, die Lendenfrucht, uns mit den aus seinen Selbst-Geschenken resultierenden Ausfälligkeiten begnügen mussten.
So war es bei Opi Brauch, sonntags zwar nicht in die Kirche zu gehen, wohl aber den Wein, ein Geschenk Gottes, wie er, der Opa, immer sagte, gleich für die ganze Gemeinde mit zu trinken. So begab es sich dann auch immer zur Kaffeestunde, dass Opi, nun schon nur noch weniger Sinne mächtig, zum Fernseher wankte oder schlichtweg Omi, die beste Omi von allen, anwies, ihn, den Fernseher, einzuschalten und den verdammten Blauen Bock in die Küche zu holen. Jüngere Leser werden nun vielleicht denken, Opi hätte eine Landwirtschaft betrieben mit Ackerbau und Viehzucht, und wolle nun seinen preisgekrönten Bock mit dem Blauen Band präsentieren. Nun, dem war nicht so, Opi betrieb keine Landwirtschaft, hatte aber schon in seiner Jugend, die, folgt man seinen Berichten aus dem Russland-Feldzug, ebenfalls sehr weinlastig war, reichlich Erfahrungen im Böcke schießen gesammelt und blau zu sein war seine normale Gemüts-und Geistesverfassung. Nein, Jäger war er auch nicht, und ob meine Omi, wie gesagt die Beste von Allen, ihm ein Geweih aufgesetzt hat, ist mir nicht bekannt, das Thema Sex und Liebe kam bei uns nur im Fernsehen vor, und damit sind wir schon wieder im Thema, nämlich bei Opi und dem Blauen Bock.
"Im Blauen Bock beim Äppelwoi", so grölte einst der Mann mit der schebbste Schnuut (ich habe keine Ahnung ob man das so schreibt, nur Opi hat das immer so gesagt) in einer Sendung der damals schon unendlich beliebten ARD, dem ersten Großdeuts...äääh, na jedenfalls kam es in der ARD, produziert vom Hessischen Rundfunk. Heinz Schenk hieß der Entertainer, der für diesen Ohren-und Augenschmauß verantwortlich war, und somit auch für das eine oder andere Glas Wein über den eh schon arg strapazierten Durst von Opi hinaus. Ich sehe ihn heute noch, den gesichtsentgleisten Schankwirt vom Blauen Bock, wie er mit der eigentlichen Wirtin, einer Animierdame, die jeder Hafenspelunke auf Sansibar, (zum Zeitpunkt ihrer Geburt übrigens gerade deutsche Kolonie geworden), zur Ehre gereicht hätte, wie Opi immer sagte, genannt Lia Wöhr, aus einem gigantischen Bembel, (so nennt man die Amphoren, aus denen der Hesse sein "Stöffsche", den Äppelwoi, hektoliterweise trinkt), ständig über Gott und die Welt schwadronierend bis zur geistigen Umnachtung, bei beiden ein recht kurzer Weg, anstösst und den vergorenen Pferdeurin einem halb Verdursteten gleich in sich hineinschüttet um dann lauthals mit der damals schon heftzweckengelifteten Anneliese Rothenberger Operettenlieder zu gröhlen. Der Ausdrück "Gröhlen" leitet sich übrigens von dem Namen Herbert Gröhlemeyer ab, selbiger Name stammt wiederum aus dem altgriechischen, nämlich vom Wort "grönemeyerion", was so viel bedeutet wie "schrecklich ohrenzerfressend singender schlechter Schauspieler, der lieber im Boot untergegangen wäre als eine CD zu be.." da hat der Übersetzer aufgegeben...jedenfalls hört sich Herbert Grönemeyer an wie Heinz Schenk und Anneliese Rothenberger im Duett mit je 4,6 Promille Stöffsche im Blut, sie sehen sich auch ähnlich, der singende Schaupieler und die Operettendame, Herbert Grönemeyer ist der mit weniger Bart...und übrigens auch der mit dem schöneren Busen, na jedenfalls vermisse ich Opi, und den Blauen Bock, auch wenn ich keinen Äppelwoi mag, obwohl der ja gut bei Verstopfung ist, was mich dann aber wieder wundert, denn Heinz Schenk sieht immer irgendwie aus als habe er seit Wochen keinen Stuhlgang gehabt, fast wie Hape Kerkeling, seines Zeichens Blödelbarde und ebenfalls Schaupieler, (man beachte hier den fast schon inflationären Gebrauch der "Berufsbezeichnung" und leider meist mit Berufung verwechselten Tätigkeit des Gesichtsvermietens), und auch er leidet an Verstopfung, was sowohl seinen Gesang als auch seine Weigerung, Nachfolger von Thomas Gottschalk bei "Wetten Dass" zu werden, erklärt, denn er kann nicht so lange sitzen, da Verstopfung zu Problemen führt bei denen nur Faktu-Akut hilft; nicht aber seine Komödie zusammen mit Heinz Schenk, in der er, der verstopfte Holländer, einen Assistenten spielt, der eigentlich nur per Zufall ins Studio kommt und dort zum Star erkoren wird, weil er es schafft als einziger trotz Verstopfung mit einer Blume am Hintern....kurz er spielt einen Hasen...
Also ich vermisse meinen Opi echt, es fing schon damals an, als man ihn eines Sonntags abholte, es waren wohl die Nachbarn, die die Rettung gerufen hatten, weil Opi mit einer gigantischen Mohrrübe in der Hand auf dem Dach stand, die Arme ausbreitete und der auf den Sprung wartenden johlenden Menge verkündete, er sei der Geist des Bembel und gekommen, die Welt von allem Unrat zu befreien, und unetr Unrat verstand Opi alles, das den Aggregatzustand "flüssig" hatte, aber mit weniger als 5 Promille daher kam. Wieso Opi eine Mohrrübe in der Hand hatte, dass erschließt sich mir heute noch nicht, vielleicht lag es an seinen prophetischen Gaben, oder sie, die Mohrrüben, wirken ebenfalls bei Verstopfung.
Opi war es auch, dem als erster die frappante Ähnlichkeit von Heinz Schenk und dem hochverehrten Bischof von Mainz, Herrn Kardinal Lehmann, auffiel, was ihn dann dazu verleitete, tagelang Überlegungen anzustellen, wie viel Äppelwoi wohl nötig ist um eine zünftige Predigt im Hohen Dom von Mainz zu halten. Wir, die Leidtragenden der ganzen Geschichte, konnten ihn gerade noch vor dem Hochamt am Ostersonntag abfangen, als er äppelwoi-seelig Heinz Schenk in seiner selbst verfassten Predigt heilig sprechen wollte.
So erlebt man immer wieder spannende Geschichten, hat man etwas zu erzählen, wenn man an seine Vergangenheit denkt, an das, was man liebte, oder auch nicht liebte, und oft ist das, was einem in Erinnerung bleibt, in Wirklichkeit ganz anders gewesen, vielleicht gar nicht so lustig, oder vielleicht gar nicht so sarkastisch und bösartig, wie ich es schreibe, sondern eher traurig...aber wer weiss das schon so genau....
So war es bei Opi Brauch, sonntags zwar nicht in die Kirche zu gehen, wohl aber den Wein, ein Geschenk Gottes, wie er, der Opa, immer sagte, gleich für die ganze Gemeinde mit zu trinken. So begab es sich dann auch immer zur Kaffeestunde, dass Opi, nun schon nur noch weniger Sinne mächtig, zum Fernseher wankte oder schlichtweg Omi, die beste Omi von allen, anwies, ihn, den Fernseher, einzuschalten und den verdammten Blauen Bock in die Küche zu holen. Jüngere Leser werden nun vielleicht denken, Opi hätte eine Landwirtschaft betrieben mit Ackerbau und Viehzucht, und wolle nun seinen preisgekrönten Bock mit dem Blauen Band präsentieren. Nun, dem war nicht so, Opi betrieb keine Landwirtschaft, hatte aber schon in seiner Jugend, die, folgt man seinen Berichten aus dem Russland-Feldzug, ebenfalls sehr weinlastig war, reichlich Erfahrungen im Böcke schießen gesammelt und blau zu sein war seine normale Gemüts-und Geistesverfassung. Nein, Jäger war er auch nicht, und ob meine Omi, wie gesagt die Beste von Allen, ihm ein Geweih aufgesetzt hat, ist mir nicht bekannt, das Thema Sex und Liebe kam bei uns nur im Fernsehen vor, und damit sind wir schon wieder im Thema, nämlich bei Opi und dem Blauen Bock.
"Im Blauen Bock beim Äppelwoi", so grölte einst der Mann mit der schebbste Schnuut (ich habe keine Ahnung ob man das so schreibt, nur Opi hat das immer so gesagt) in einer Sendung der damals schon unendlich beliebten ARD, dem ersten Großdeuts...äääh, na jedenfalls kam es in der ARD, produziert vom Hessischen Rundfunk. Heinz Schenk hieß der Entertainer, der für diesen Ohren-und Augenschmauß verantwortlich war, und somit auch für das eine oder andere Glas Wein über den eh schon arg strapazierten Durst von Opi hinaus. Ich sehe ihn heute noch, den gesichtsentgleisten Schankwirt vom Blauen Bock, wie er mit der eigentlichen Wirtin, einer Animierdame, die jeder Hafenspelunke auf Sansibar, (zum Zeitpunkt ihrer Geburt übrigens gerade deutsche Kolonie geworden), zur Ehre gereicht hätte, wie Opi immer sagte, genannt Lia Wöhr, aus einem gigantischen Bembel, (so nennt man die Amphoren, aus denen der Hesse sein "Stöffsche", den Äppelwoi, hektoliterweise trinkt), ständig über Gott und die Welt schwadronierend bis zur geistigen Umnachtung, bei beiden ein recht kurzer Weg, anstösst und den vergorenen Pferdeurin einem halb Verdursteten gleich in sich hineinschüttet um dann lauthals mit der damals schon heftzweckengelifteten Anneliese Rothenberger Operettenlieder zu gröhlen. Der Ausdrück "Gröhlen" leitet sich übrigens von dem Namen Herbert Gröhlemeyer ab, selbiger Name stammt wiederum aus dem altgriechischen, nämlich vom Wort "grönemeyerion", was so viel bedeutet wie "schrecklich ohrenzerfressend singender schlechter Schauspieler, der lieber im Boot untergegangen wäre als eine CD zu be.." da hat der Übersetzer aufgegeben...jedenfalls hört sich Herbert Grönemeyer an wie Heinz Schenk und Anneliese Rothenberger im Duett mit je 4,6 Promille Stöffsche im Blut, sie sehen sich auch ähnlich, der singende Schaupieler und die Operettendame, Herbert Grönemeyer ist der mit weniger Bart...und übrigens auch der mit dem schöneren Busen, na jedenfalls vermisse ich Opi, und den Blauen Bock, auch wenn ich keinen Äppelwoi mag, obwohl der ja gut bei Verstopfung ist, was mich dann aber wieder wundert, denn Heinz Schenk sieht immer irgendwie aus als habe er seit Wochen keinen Stuhlgang gehabt, fast wie Hape Kerkeling, seines Zeichens Blödelbarde und ebenfalls Schaupieler, (man beachte hier den fast schon inflationären Gebrauch der "Berufsbezeichnung" und leider meist mit Berufung verwechselten Tätigkeit des Gesichtsvermietens), und auch er leidet an Verstopfung, was sowohl seinen Gesang als auch seine Weigerung, Nachfolger von Thomas Gottschalk bei "Wetten Dass" zu werden, erklärt, denn er kann nicht so lange sitzen, da Verstopfung zu Problemen führt bei denen nur Faktu-Akut hilft; nicht aber seine Komödie zusammen mit Heinz Schenk, in der er, der verstopfte Holländer, einen Assistenten spielt, der eigentlich nur per Zufall ins Studio kommt und dort zum Star erkoren wird, weil er es schafft als einziger trotz Verstopfung mit einer Blume am Hintern....kurz er spielt einen Hasen...
Also ich vermisse meinen Opi echt, es fing schon damals an, als man ihn eines Sonntags abholte, es waren wohl die Nachbarn, die die Rettung gerufen hatten, weil Opi mit einer gigantischen Mohrrübe in der Hand auf dem Dach stand, die Arme ausbreitete und der auf den Sprung wartenden johlenden Menge verkündete, er sei der Geist des Bembel und gekommen, die Welt von allem Unrat zu befreien, und unetr Unrat verstand Opi alles, das den Aggregatzustand "flüssig" hatte, aber mit weniger als 5 Promille daher kam. Wieso Opi eine Mohrrübe in der Hand hatte, dass erschließt sich mir heute noch nicht, vielleicht lag es an seinen prophetischen Gaben, oder sie, die Mohrrüben, wirken ebenfalls bei Verstopfung.
Opi war es auch, dem als erster die frappante Ähnlichkeit von Heinz Schenk und dem hochverehrten Bischof von Mainz, Herrn Kardinal Lehmann, auffiel, was ihn dann dazu verleitete, tagelang Überlegungen anzustellen, wie viel Äppelwoi wohl nötig ist um eine zünftige Predigt im Hohen Dom von Mainz zu halten. Wir, die Leidtragenden der ganzen Geschichte, konnten ihn gerade noch vor dem Hochamt am Ostersonntag abfangen, als er äppelwoi-seelig Heinz Schenk in seiner selbst verfassten Predigt heilig sprechen wollte.
So erlebt man immer wieder spannende Geschichten, hat man etwas zu erzählen, wenn man an seine Vergangenheit denkt, an das, was man liebte, oder auch nicht liebte, und oft ist das, was einem in Erinnerung bleibt, in Wirklichkeit ganz anders gewesen, vielleicht gar nicht so lustig, oder vielleicht gar nicht so sarkastisch und bösartig, wie ich es schreibe, sondern eher traurig...aber wer weiss das schon so genau....
Niggo62 - 17. Dez, 11:13