NRW und das Problem der Salatfisten
Was ist an Salatfisten so schlimm?
Man hat bestimmt noch die Bilder des vergangenen Wochendes vor Augen, als in verschiedenen noch bewohnbaren Städten des Ruhrgebiets wütende Menschen in teils abenteuerlich anmutender Gewandung (einige als Kara-Benemsi, andere als SS Scherge Fritz Dumpf) aufeinander losgingen, und im Verlauf der unglücklichen Aktion sogar die Staatsmacht zumindest örtlich ins Wanken geriet. Die einen rauften sich vor Wut die Bärte, die andern streckten die ebenso wutverkrampfte Faust in die Luft. Was war da los im Pott?
Nun hat man mir ja schon des Öfteren nachgesagt, ich neigte dazu manche Dinge zu verdrehen, bar jeder Absicht natürlich, ich bin nur leider schwerhörig, meine Kasse zahlt keine Hörhilfe, und so bekomme ich von Nachrichten, die leider meist ohne Untertitel ausgestrahlt werden, oft nur Wortfetzen mit, da kann es denn schon mal passieren, dass sich etwas verdreht...unbeabsichtigt natürlich.
Aber um dem zumindest bei diesem Beitrag vorzubeugen habe ich im Internet gründlichste Recherchen angestellt, und zwar in Gestalt eines Suchmaschinenmarathons die einzelnen Bestandteile des Wortes Salatfisten betreffend, da das ganze Wort wohl durch die Sprachprobleme bei der Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche gelitten hat. Also habe ich, pfiffig wie ich bin, eben einmal jeden einzelnen Wortteil gegooglet, nämlich eben Salat und dann Fisten. Nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und mir wurde alles klar, es war ein epiphanisch anmutendes Erlebnis, aber es erschreckte mich auch in seinen Abgründen.
Ich denke, über den Wortteil "Salat" muss ich mich nicht allzu lange ergehen, bestimmt haben viele der geneigten Leser schon einmal selbst Salat gegessen, oder einem zugesehen, der Salat aß, oder gar einen Salat im Garten gezogen, aus Samen kleinster Gestalt, den Keim gehegt und gepflegt, gegossen, gedüngt und vor praller Sonne geschützt und die ihn belagernden Schnecken mit blauen Körnchen beworfen. An solch einem Salat kann man richtig hängen, das kann ich verstehen, nach all der Mühe mit der Aufzucht. Dennoch mahne ich auch hier Toleranz an, zuerst kommt der Mensch, dann der Salat. Aber ist der Mensch erst einmal da, hat man als Gastgeber auch meistens den Salat, wie die gastgebenden Städte der Salatfistenspiele Mai 2012. Also so viel nun zum Salat.
Zum Fisten muss ich eben auch kommen, denn es ist der zweite Teil des Wortes, es steht am Ende, und ganz seinem Stande entsprechend ist es auch das Letzte, was ich mir persönlich auf einen wie auch immer gearteten Wunschzettel schreiben würde, selbst die Beulenpest nebst Fusspilz wäre mir lieber. Aber es soll tatsächlich Menschen, meist Männer, geben, die auf das "Fisten" abfahren. Mir unverständlich, aber ich bin tolerant, mag Salat und auch Schnecken, Korn mag ich weniger, fisten gar nicht. Oh, Sie, der geneigte Leser, weiss immer noch nicht was "Fisten" jetzt genau ist. Das erklären wir in der nächsten Ausgabe unsrer Sammelreihe "Die großen Perversionen der Weltgeschichte" für nur noch 12,99 jeden Montag am Kiosk...hehe, nein, Spass, ich verkauf ihnen keine Sammelteile, Stehordner, Register und Magister, ich sag es gleich im nächsten Absatz.
Also, ich googlete "Fisten", und als erstes fand ich den Wikipedia-Eintrag "Fistel", der Eintrag wurstelte sich so weiter bis zur Analfistel, und da wusste ich "ich bin richtig".
Und Bilder tauchten da auf, im Internet, dem Hort der Unzucht und des Lasters, den virtuell wiedererstandenen digitalen Städten Sodom und Gomorrha. Jetzt zwar mit Gummihandschuhen, wie bei der künstlichen Elefantenbefruchtung, kommt es Ihnen jetzt? Also ich meine die Erleuchtung, so wie ich sie hatte, die Epiphania?
Also Fisten, da steckt der Eine dem Anderen die Faust dahin, wo der Salat rauskommt. So.
Wenn so etwas zwischen zwei geistig reifen Erwachsenen passiert, wenn alle einverstanden sind, dann soll es eben so sein, manch Proktologe lebt nur davon, die Folgen wieder zu verkitten.
Und dann so ein Fass aufmachen, mit Ausweisung drohen, nur weil manche eben so etwas mit einem Salat machen, vielleicht auch mit Handschuhen, ich hab da keinen aktiven Salatfisten gesehen, und auch keinen passiven Salat, wahrscheinlich machen die das nur zu Hause. Also ich meine in ihrem Haus, nicht ihrem eigenen Zuhause, in das sie übereifrige Politiker, wahrscheinlich allesamt Schrebergärtner mit einem erheblichen Salatbestand im Beet.
Nur weil jemand gerne die Faust in einen schönen, knackigen, frischen grünen Salat (grün..hm...Farbe...Prophet...oh....)...Toleranz, liebe Landsleute, nicht gleich die Fäuste in die Luft, oder wart ihr nur böse, weil ihr nicht mitmachen durftet beim Salatfisten?
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Man hat bestimmt noch die Bilder des vergangenen Wochendes vor Augen, als in verschiedenen noch bewohnbaren Städten des Ruhrgebiets wütende Menschen in teils abenteuerlich anmutender Gewandung (einige als Kara-Benemsi, andere als SS Scherge Fritz Dumpf) aufeinander losgingen, und im Verlauf der unglücklichen Aktion sogar die Staatsmacht zumindest örtlich ins Wanken geriet. Die einen rauften sich vor Wut die Bärte, die andern streckten die ebenso wutverkrampfte Faust in die Luft. Was war da los im Pott?
Nun hat man mir ja schon des Öfteren nachgesagt, ich neigte dazu manche Dinge zu verdrehen, bar jeder Absicht natürlich, ich bin nur leider schwerhörig, meine Kasse zahlt keine Hörhilfe, und so bekomme ich von Nachrichten, die leider meist ohne Untertitel ausgestrahlt werden, oft nur Wortfetzen mit, da kann es denn schon mal passieren, dass sich etwas verdreht...unbeabsichtigt natürlich.
Aber um dem zumindest bei diesem Beitrag vorzubeugen habe ich im Internet gründlichste Recherchen angestellt, und zwar in Gestalt eines Suchmaschinenmarathons die einzelnen Bestandteile des Wortes Salatfisten betreffend, da das ganze Wort wohl durch die Sprachprobleme bei der Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche gelitten hat. Also habe ich, pfiffig wie ich bin, eben einmal jeden einzelnen Wortteil gegooglet, nämlich eben Salat und dann Fisten. Nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und mir wurde alles klar, es war ein epiphanisch anmutendes Erlebnis, aber es erschreckte mich auch in seinen Abgründen.
Ich denke, über den Wortteil "Salat" muss ich mich nicht allzu lange ergehen, bestimmt haben viele der geneigten Leser schon einmal selbst Salat gegessen, oder einem zugesehen, der Salat aß, oder gar einen Salat im Garten gezogen, aus Samen kleinster Gestalt, den Keim gehegt und gepflegt, gegossen, gedüngt und vor praller Sonne geschützt und die ihn belagernden Schnecken mit blauen Körnchen beworfen. An solch einem Salat kann man richtig hängen, das kann ich verstehen, nach all der Mühe mit der Aufzucht. Dennoch mahne ich auch hier Toleranz an, zuerst kommt der Mensch, dann der Salat. Aber ist der Mensch erst einmal da, hat man als Gastgeber auch meistens den Salat, wie die gastgebenden Städte der Salatfistenspiele Mai 2012. Also so viel nun zum Salat.
Zum Fisten muss ich eben auch kommen, denn es ist der zweite Teil des Wortes, es steht am Ende, und ganz seinem Stande entsprechend ist es auch das Letzte, was ich mir persönlich auf einen wie auch immer gearteten Wunschzettel schreiben würde, selbst die Beulenpest nebst Fusspilz wäre mir lieber. Aber es soll tatsächlich Menschen, meist Männer, geben, die auf das "Fisten" abfahren. Mir unverständlich, aber ich bin tolerant, mag Salat und auch Schnecken, Korn mag ich weniger, fisten gar nicht. Oh, Sie, der geneigte Leser, weiss immer noch nicht was "Fisten" jetzt genau ist. Das erklären wir in der nächsten Ausgabe unsrer Sammelreihe "Die großen Perversionen der Weltgeschichte" für nur noch 12,99 jeden Montag am Kiosk...hehe, nein, Spass, ich verkauf ihnen keine Sammelteile, Stehordner, Register und Magister, ich sag es gleich im nächsten Absatz.
Also, ich googlete "Fisten", und als erstes fand ich den Wikipedia-Eintrag "Fistel", der Eintrag wurstelte sich so weiter bis zur Analfistel, und da wusste ich "ich bin richtig".
Und Bilder tauchten da auf, im Internet, dem Hort der Unzucht und des Lasters, den virtuell wiedererstandenen digitalen Städten Sodom und Gomorrha. Jetzt zwar mit Gummihandschuhen, wie bei der künstlichen Elefantenbefruchtung, kommt es Ihnen jetzt? Also ich meine die Erleuchtung, so wie ich sie hatte, die Epiphania?
Also Fisten, da steckt der Eine dem Anderen die Faust dahin, wo der Salat rauskommt. So.
Wenn so etwas zwischen zwei geistig reifen Erwachsenen passiert, wenn alle einverstanden sind, dann soll es eben so sein, manch Proktologe lebt nur davon, die Folgen wieder zu verkitten.
Und dann so ein Fass aufmachen, mit Ausweisung drohen, nur weil manche eben so etwas mit einem Salat machen, vielleicht auch mit Handschuhen, ich hab da keinen aktiven Salatfisten gesehen, und auch keinen passiven Salat, wahrscheinlich machen die das nur zu Hause. Also ich meine in ihrem Haus, nicht ihrem eigenen Zuhause, in das sie übereifrige Politiker, wahrscheinlich allesamt Schrebergärtner mit einem erheblichen Salatbestand im Beet.
Nur weil jemand gerne die Faust in einen schönen, knackigen, frischen grünen Salat (grün..hm...Farbe...Prophet...oh....)...Toleranz, liebe Landsleute, nicht gleich die Fäuste in die Luft, oder wart ihr nur böse, weil ihr nicht mitmachen durftet beim Salatfisten?
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Niggo62 - 10. Mai, 22:46